Das Blog ist tot – lang lebe das Blog

2010 Januar 22
by Wolfram

Dieses Blog ist geschlossen. Ab sofort wird direkt unter http://www.digitalhandeln.de gebloggt. Mit “Design in Progress” und neuer Schreib-Frequenz geht es auf Digitalhandeln.de weiter.

Dieses Sideblog bleibt als eine Art Archiv bestehen, aber aktiv erfolgen hier keine weiteren Beiträge. Aktuelle News & Meinungen zum E-Commerce Geschehen finden sich auch bei Twitter @digitalhandeln.

Amazon “Same day delivery” – jetzt auch in Frankfurt und Berlin!

2009 November 10
by Wolfram

Amazon hat die taggleiche Lieferung von Bestellungen gerade auch in Deutschland gestartet. In Berlin und Frankfurt / Main erfolgt die Lieferung – auf Wunsch – noch am Tag der Bestellung. Die bis 11 Uhr bestellte Ware wird ausschließlich an Packstationen noch am selben Tag geliefert. Dieser “Evening Express” hat seinen Preis: 25 Euro für Normalos und 12 Euro für Prime-Kunden pro Bestellung! Allerdings dürften sowieso vor allem die Prime-Kunden mit ihrer hohen Erwartungshaltung an schnelle Lieferung Zielgruppe für diesen Evening-Express ein.

AMAZON Logo

Amazon setzt hier einmal mehr Maßstäbe in Bezug auf den Kundenservice im E-Commerce.  Auch dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wer der Innovationsführer in der deutschen E-Commerce-Landschaft ist – eigentlich erschreckend, dass dieses Logistik-/Versand-Potenzial nie so richtig von den großen Versendern gehoben wurde (bzw. werden konnte). Positiv finde ich auch, dass Amazon anscheinend dem deutschen Markt (endlich) auch mehr interne strategische Priorität einräumt und Innovationen aus den USA schneller nach Deutschland bringt. Wie Jochen Krisch auch richtig ausführt, ermöglicht Amazon mit einem “Mehr an Optionen” eine Differenzierung seines Angebots und macht sich – bei einer bestimmten Kundengruppe – unanfälliger für Preiskämpfe: Wenn taggleiche Zustellung für mich das Maß aller Dinge ist, dann gibt es eben nur Amazon als Alternative für mich.

Für mich als “alten Logistiker” ist auch die Uhrzeit für die taggleiche Zustellung klasse: Es gibt viele Versandhändler, Shops und leider auch Fulfillment-Dienstleister, die 11 Uhr mit Ach und Krach als Cut-Off-Zeit für die taggleiche Übergabe (!) der Bestellung an einen Frachtführer schaffen – und damit ist nicht auch Zustellung gemeint (und bei einigen ist dann spätestens um 12 oder 14 Uhr Sense). Ich würde mich freuen, wenn dieser Vorstoß von Amazon dazu führen würde, dass einige E-Shops erkennen, dass man sich mit überragenden Backend-Prozessen z.B. im Bereich Payment und Fulfillment durchaus sehr positiv vom Wettbewerb differenzieren kann.

Apropos Payment: Ich bin gespannt, wann Amazon auch seine “Checkout as a Service”-Lösung aus den USA richtig nach Deutschland bringt!

DEBIT Kongress 2009 – Wrap Up

2009 November 10

Gerade zurückgekommen vom diesjährigen DEBIT Kongress. Mir fällt an dieser Veranstaltung positiv auf, dass sich hier viele Anwender und Professionals treffen und das Ganze weniger dienstleisterlastig ist als andere Events. Durch die Präsentationen konnte man einige spannende Einschätzungen von Lösungen & Dienstleistern im Bereich Risiko- und Forderungsmanagement, auch und gerade im E-Commerce / Versandhandel gewinnen – so z.B. durch den Vortrag von dem Leiter Kreditwesen Andreas Rupp von BAUR.

Die weiteren Themen waren:

  • Einschätzung zuur Novellierung des Datenschutzgesetzes
  • Fraud-Prevention – Betrugsmuster erkennen
  • Benchmarking von Inkasso-Dienstleistern

Gerade auch der Vortrag zum Thema “Fraud im E-Commerce” hat gut wiedergespiegelt, dass dieses Thema für immer mehr E-Tailer und Marktplätze an Bedeutung gewinnt. Ein Lerneffekt hatte allerdings gar nichts mit dem Thema an sich zu tun, aber prezi.com schlägt PowerPoint um Längen und ist die Killerapplikation für aufmerksamkeitsstarke Präsentationen.

Freikarten Verlosung DEBIT 2009

2009 November 4
by Wolfram

DEBIT 2009

Passend zu unserer Veranstaltungankündigung: Wir freuen uns sehr, dass uns der Veranstalter der DEBIT 2009 zwei Kongresskarten im Wert von Euro 995,- für Leser des Blogs zur Verfügung gestellt hat (und natürlich auch für unsere Follower bei Twitter!).

Bei Interesse an einer dieser Karten, senden Sie bitte eine E-Mail an info@deutsche-kongress.de mit dem Betreff “Digitalhandeln – Freikarten DEBIT 2009″ und Ihren Kontaktdaten. Unter allen Teilnehmern bis zum 05.11.2009, 20 Uhr werden die Freikarten verlost. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!)

Facts:

DEBIT 2009 – Kongress rund um Risiko- und Forderungsmanagement, auch im E-Commerce / Versandhandel

Ort: Frankfurt / Main, Holiday-Inn Frankfurt Airport

Datum: Dienstag, 10. November 2009

Wir drücken allen Teilnehmern die Daumen!

Veranstaltungstipp: DEBIT 2009 – mit Seminar moderiert durch Wolfram Latschar

2009 November 3

Am kommenden Montag, 9. November 2009, findet in Frankfurt / Main mit der DEBIT ein lohnenswerter Kongress rund um Risiko- und Forderungsmanagement statt.

DEBIT 2009

Der Erfolgsfakor für mehr Umsatz im deutschen E-Commerce ist das Anbieten von Lastschrift- und Rechnungskauf. Mit diesen Zahlarten erzeugen Sie beim Kunden Vertrauen in Ihren Shop. Die Lastschrift reduziert die Abbruchquoten der Kunden im Checkout um 50% – die Rechnung sogar um mindestens 65% (so das ibi research mit der Studie “Erfolgsfaktor Payment”, Juni 2008).

Die Herausforderung:

  • Schlechtzahler durch die Einbindung der für das eigene Geschäft passenden Auskunftei frühzeitig erkennen und auf sichere Zahlart aussteuern und so Forderungsausfälle minimieren
  • Auswahl der richtigen Partner im Bereich Inkasso, die Ihr Geschäft verstehen und eine hohe Beitreibungsquote realisieren
  • Fitness des eigenen Mahnprozesses inhouse durch die Anwendung differenzierter Mahnverfahren

Auf der DEBIT 2009 kann man sich zu der Bewältigung dieser Herausforderungen wertvolle Tipps, Ideen und Anregungen holen. Es wird Praxisberichte u.a. zu folgenden Themen geben:

  • Verlässliche Bonitätsprüfung und Scoring
  • Kennzahlen für Reporting und Analyse entlang der Financial Supply Chain
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere Datenschutz-Novelle
  • Richtige Dienstleistersteuerung und -auswahl

Besonders freuen wir uns bei Digitalhandeln darüber, dass Wolfram Latschar das einleitende Seminar zum Thema “Ganzheitliche Risiko-, Forderungs- und Inkassoprozesse am Beispiel des Online-Handels / E-Commerce” hält.

  • Bedeutung von Risiko- und Forderungsmanagement für Kundengewinnung und -bindung im E-Commerce
  • Erfolgsfaktoren des Risikomanagements im E-Commerce
  • Bonitätsprüfung, Scores und andere Instrumente der Risikokontrolle
  • Differenzierte Mahnverfahren umsetzen
  • Auswahl und Steuerung der passenden Dienstleister

Weitere Details zum Inhalt finden sich hier.

Quelle – der Katalog und das Internet

2009 Oktober 26

Der Handel befindet sich im Umbruch. Online-Händler und Nischenanbieter gehören zu den Gewinnern.

Diesen Satz schrieb Jochen Krisch als ersten Artikel in seinem Exciting-Commerce-Blog am 27. Mai 2005 (!). Heute – 4-einhalb Jahre später – ist der Umbruch als Beben für jeden spürbar: Quelle wird abgewickelt. Der einst größte deutsche Versandhändler Quelle verschwindet am 20. Oktober 2009 von der Bildfläche.

Bild: Quelle

Bild: Quelle

Die Pleite ist der letzte Beleg: Die deutschen Katalog-Versender sind in einem katastrophalen Zustand. In keinem der von Krisch genannten Gewinnermärkte hat sich der deutsche Versandhandel etabliert. Die jahrelange Dominanz in Größe und Umsatz blockierte Innovatoren mit neuen Geschäftsmodellen – in den eigenen Häusern und auf dem Markt. Stattdessen krempeln kreative Zerstörer aus dem Ausland den E-Commerce um, z.B. Amazon, QVC oder Vente-Privée.

Der dahinterliegende Mechanismus ist für den deutschen Versandhandel das Fatale: Auf der einen Seite vereinigen die Ottos und Neckermänner enorm viele Besucher und Umsätze auf ihren Internetplattformen. Somit lässt sich mit Fug und Recht behaupten: “Wir sind die größten Online-Shops in Deutschland”. Auf der anderen Seite  kennt die Profitabilitätskurve seit Jahren nur eine Richtung: Steil bergab! Das liegt an dem Cash-Burner “Katalog” – der Quelle auch letztendlich in den Ruin getrieben hat. Wo liegt das Erkenntnis-Problem des deutschen Versandhandels?

Die Macher verabschieden sich nicht konsequent genug von den verkrusteten Strukturen hinter dem Auslaufmodell “Katalog”! Natürlich hat das kataloggetriebene Geschäft Quelle, Otto und Neckermann erst groß gemacht. Aber die Strukturen des Kataloggeschäfts – z.B. in Einkauf und Logistik – sind Gift für das Erobern der Gewinnermärkte. Erschwerend kommt hinzu, dass die halbherzigen Versuche eigener neuer Geschäftsmodelle nur einen verschwindend geringen Umsatz- und de facto keinen Ergebnis-Anteil auf sich vereinen. Das ist Wasser auf die Mühlen der Bewahrer und Verhinderer: Sie stampfen diese Modelle sang- und klanglos wieder ein oder lassen sie als Innovations-Feigenblätter (”Spin-Offs”) ohne strategischen Bezug für das Gesamtunternehmen weiter laufen. Durch dieses Vorgehen vergrault man Talente und Innovatoren die das mitbringen, was man dringend benötigt: Online-Vertriebskompetenz.

Die Branche scheint nicht mehr in der Lage sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Dies zeigt nicht zuletzt das Motto und die Gespräche des Versandhandelskongresses: “Online führt – wie kann das sein?” (so eine Headline im Branchenblatt “Der Versandhausberater“). Wer 2009 (statt 2005!) diese Frage stellt, hat nicht das richtige Mindset um aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen.

Absolut berechtigt tituliert der Otto-Vizevorstand Dr. Hillebrand die versammelten Versandhäuser als “Gala der Dinosaurier” und fordert sie auf die “Erfahrungsgefängnisse” zugunsten von “mehr Trial and Error” zu verlassen (Quelle).

Ein Dinosaurier kann sich nicht alleine retten – er braucht Impulse von Außen. Dies kann über Beratung passieren oder über Mergers/Akquisitionen. Aber es muss schnell passieren und tiefgreifend!

Quelle: Wikimedia

Quelle: Wikimedia

Denn der Markt ist drauf und dran das Problem der klassischen Versender auf die harte Tour selbst zu lösen. Wie die FAZ richtig herausarbeitet, wird Otto, Neckermann & Co nicht nur von den Internet Pure Playern wie Amazon in die Mangel genommen. Auch die Spezialanbieter wie Globetrotter oder Conrad Electronic machen mit ihrem tiefen Zielgruppenverständnis den Warenhaus-Katalogversendern Druck.

Dass alle diese Anbieter auf den Markt drängen zeigt eindrucksvoll: Der Wachstumstrend im deutschen Distanzgeschäft ist intakt! Auch ein Blick auf die Umsatzzahlen und Prognosen bestätigt diese Einschätzung, z.B. die Zahlen von excitingcommerce. Umso erschreckender dass die großen Versandhändler seit Jahren mit massiven Problemen zu kämpfen haben. Neben der eigenen Ineffizienz fehlt vor allem die strategische Power um das Ruder herum zu reißen. Schade, denn die Branche des deutschen Distanzhandels ist spannender und expansionsfreudiger denn je!

Ein Herz für E-Commerce Blogs

2009 Oktober 16
by Wolfram

Das StyleSpion-Blog hat für heute eine schöne Aktion initiiert, um den Vernetzungsgrad innerhalb der deutschen Blogosphäre zu erhöhen. Jeder teilnehmender Blogger empfiehlt heute seine fünf lesenswertesten deutschsprachigen Blogs. Gerne beteilige ich mich an dieser schöne Aktion und hoffe Sie finden in meiner Auflistung die eine oder andere interessante Empfehlung:

  • Exciting Commerce - einfach klasse, wie klar und auf den Punkt Jochen E-Commerce-Geschäftsmodelle analysiert (hach, so kurz und bündig möchte ich auch mal schreiben können ;-)
  • Shopanbieter-Blog – Klasse “Hands-on”-Blog mit  mit handfesten Tipps für das Daily Business eines Online-Händlers und gut recherchierte Whitepapers mit Tiefgang zu speziellen Themen. Weiter so!
  • Holtzbrinck eLab Blog – E-Commerce Geschäftsmodelle durch die Brille eines “Venture Capitalists”: mein Tipps für jeden Entrepreneur in spe, das aufmerksame Lesen gerade zwischen den Zeilen eröffnet einem ganz nebenbei die eine oder andere Geschäftsidee
  • Mobile-Zeitgeist.de – Wird Mobile-Business das nächste große Ding im Netz? Selbst wenn nicht, macht das Lesen von Hintergründen und aktuellen Trends dazu in diesem Blog richtig viel Spass
  • Fscklog – Egal wie es laufen wird (businesstechnisch): Apple wird mit Sicherheit dabei sein – egal ob E-, M- oder iPhone-Commerce – beim Lesen dieses Blogs bleibt man immer up-to-date (leider etwas technisch oft, mehr Analysen bitte! ;-)

ein-herz-fuer-blogs

Um den Worten auch Taten folgen zu lassen, ergänze ich dann gleich heute Abend noch meine Blogroll mit diesen Blogperlen. Viel Spass beim Lesen und Stöbern in der spannenden Welt des E-Commerce!

Amazon Flexible Payments Service FPS

2009 Oktober 16
by Wolfram

Mit Amazon Flexible Payments Service hat ein Entwickler die Möglichkeit ein vertrauenswürdiges und weit verbreitetes Bezahlsystem in seine Applikationen und Webanwendungen zu integrieren. Amazon übernimmt dabei die Abwicklung der Zahlung. Kunden benötigen für die Nutzung des Dienstes ein Kundenkonto bei Amazon – aktuell verfügen wohl mehr als 70 Millionen Kunden weltweit über einen solchen Account. Daher erschließt sich für den Developer potenziell eine sehr große  Zielgruppe – mit einem großen Vertrauensvorschuss durch die Marke “Amazon”.

Amazon ermöglicht drei Varianten der Zahlungsabwicklung – wobei nur die erste auch für Kunden außerhalb der USA nutzbar ist:

  • Kreditkarten-Transaktionen
  • Lastschriftverfahren über das Bankkonto
  • Abrechnung über Prepaid-Konto bei Amazon

Die Abrechnungswährung ist im jeden Fall US-Dollar. Unter anderem aufgrund dieser beiden Einschränkungen hat das Thema Amazon FPS außerhalb der USA noch nicht richtig Fahrt aufgenommen und keine große Verbreitung in der Developer-Community. Schade, dass die großen Player (auch Google Checkout und PayPal) diesen riesigen und sehr innovationsfreudigen europäischen Markt nicht im Fokus haben! Insbesondere fehlt mir hier die Ausweitung der Bezahlmöglichkeiten auf die im europäischen Raum so beliebten Lastschriftverfahren. Auch beim Pricing finden sich – neben der Einschränkung auf reine Kreditkartentransaktionen – zusätzliche Nachteile:

Kosten für Kreditkarten-Transaktion: 2.9% + $0.30 für Warenkorbwerte > 10 $; sollte der Warenkorb niedriger sein 5%+$0.05 und richtiges Micropayment < 0,05 $ Warenkorbwert ist nur mit der Abrechnung über das Prepaid-Konto möglich (dieses wiederum ist aber nicht außerhalb der USA verfügbar). Leider sind diese Preise nur für den US-Markt gültig – möchte man auch deutsche bzw. nicht-amerikanische Kunden bedienen, dann erfolgt ein Aufschlag von 1% auf die Transaktionskosten.

Wir sehen also, dass Amazon FPS – zumindest außerhalb Amerikas – keine Lösung für das oft zitierte Micropayment-Dilemma ist.

Neben der Übernahme des gesamten Zahlungsabwicklungsprocessings und dem Vertrauens-Bonus durch den Amazon-Brand übernimmt Amazon unter bestimmten Bedingungen auch eine Zahlungsgarantie für die durchgeführten Transaktionen. Die dafür geltenden Rahmenbedingungen finden sich hier. Insbesondere gilt die Coverage gegen Chargebacks nur bei dem Verkauf physischer Produkte – bei Downloadable Products, in-game items etc. gibt es keine Zahlungsgarantie.

Für reine Entwickler ist das sicherlich ein sehr interessanter Service, bestehende Online-Händler sollten allerdings berücksichtigen, dass sie Amazon Einblick in ihre Umsätze, Renner und Penner gewähren und Amazon dieses Wissen – zumindest bei größeren Shops – auch zum eigenen Vorteil einsetzen könnte (siehe Shopanbieter-Artikel).

Payvment – the next big thing in eCommerce?

2009 Oktober 16
by Wolfram

Mit Payvment schickt sich ein Startup aus den USA an den Mietshop- / Social Commerce Markt kräftig durcheinander zu wirbeln. Payvments Facebook App ermöglicht es jedem Nutzer seinen eigenen Online-Shop auf Facebook zusammen zu klicken. Mit der App lassen sich Kategorien anlegen, Produktdatensätze erstellen und diesen Kategorien zuordnen, passende Artikelfotos hochladen etc. Sobald man den Shop “live schaltet” erscheint er unter einem septeraten Tab im eigenen Facebook-Profil.

Ein Besucher des jeweiligen Profils kann die Anwendung wie einen ganz normalen Online-Shop nutzen und Produkte dem Warenkorb hinzufügen. Beim Klick auf “Zur Kasse gehen” erfolgt die Weiterleitung auf eine externe Seite auf der der Kunde mit PayPal seine Bestellung abschließen kann.

Hier liegt auch eine technische Besonderheit: Payvment ist eine der ersten Anwender der neuen PayPal Adaptive Payments API, die externen Entwicklern ermöglicht in selbst entwickelten Anwendungen mittels PayPal Zahlungen zu akzeptieren oder zu verteilen. Mit diesem Ansatz konkurriert PayPal mit Amazon Flexible Payments API. Es wird spannend zu beobachten, wer sich hier durchsetzen wird!

Ein weiteres Highlight ist der profilübergreifende Warenkorb. Der Nutzer kann in verschiedenen Facebook-Profilen unterschiedliche Produkte in den Warenkorb legen und diese dann zentralisiert bezahlen. Payvment bewirbt diese App ausdrücklich damit, dass die Einrichtung des eigenen Facebook-Shops sehr nutzerfreundlich und ohne technische Konfigurationen möglich sein soll – in diesem Punkt sicherlich ein Vorteil gegenüber dem Facebook-eigenen Payment-System.

Offizieller Launch für Payvment erfolgt auf der PayPal X Innovate 2009 (3. November 09 in San Francisco) – auf dieser Konferenz gibt es auch mehr News und exklusiven Zugang für Entwickler zu den neuen APIs. Mehr über PayPal und seine Ambitionen vs. Amazon Payment Services auch auf unserem Twitter-Account @digitalhandeln

Aufmerksam auf Payvment bin ich geworden bei TechCrunch und PayPal-Blog – Thanks!

Bezahlen im Internet aus Händlersicht: Problemfall oder Routine?

2009 September 30
by Wolfram

Anbei der Hinweis auf eine interessante Studie, die aktuell vom ECC Handel und Partnern durchgeführt wird:

“Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht das ECC Handel, welche Erfahrungen die Anbieter von Waren und Dienstleistungen mit der Zahlungsabwicklung im Internet gemacht haben. Mit der Teilnahme an dieser Umfrage können Sie dazu beitragen, wichtige Erkenntnisse über den Einsatz von Zahlungsverfahren sowie dessen Chancen und Risiken zu gewinnen und können Ihre Meinung in die weitere Entwicklung von Internet-Zahlungsverfahren einbringen. Unter den Teilnehmern wird eine Verlosung durchgeführt. Ihre Meinung zählt!”

Meiner Meinung nach eine lohnenswerte Studie – mit voraussichtlich sehr hilfreichen Erkenntnissen. Daher: Mitmachen lohnt sich!

Hier der Link zur Online-Umfrage, bei der es laut Shopanbieter auch noch eine Kleinigkeit zu gewinnen gibt.