CashTicket – neue Bezahlverfahren im E-Commerce

2009 September 29
by Wolfram

Tradoria hat ganz aktuell die Zahlart CashTicket in seinen Checkout integriert. Cash-Ticket ist ein Prepaid-Voucher, der das Einkaufen im Netz ohne persönliche Kontodaten oder Kreditkarteninformationen ermöglichen soll. Haben solche Prepaid-Paymentvarianten eine glänzende Zukunft vor sich?

Frau Rank, Geschäftsführerin von Tradoria, ist davon überzeugt: “Experten gehen davon aus, dass Prepaid-Systeme künftig auch in Deutschland einen immer höheren Stellenwert als Zahlungsmittel einnehmen werden. Cash-Ticket macht Barzahlung im Internet möglich und stellt damit eine ideale Ergänzung für unser Payment-Portfolio dar.” Auch der CEO der hinter Cash-Ticket steckenden paysafegroup ist natürlich schwer begeistert: “Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass Shops durch die Einbindung unserer Prepaidlösungen neue Kunden hinzugewinnen und so ihren Umsatz deutlich steigern können”. Die Gruppe hat zwei Varianten der Prepaid-Karte im Angebot: einmal die paysafecard und Cash-Ticket (warum wohl;-)

Anonymität für den Kunden und Begrenzung des Verlusrisikos im Missbrauchsfall

Es sind keine persönliche Daten des Nutzers nötig, um im Netz eine Transaktion durchzuführen. Des Weiteren bietet die paysafecard einen Schutz gegen Betrug – da bei einem Missbrauch nur der Betrag der Karte verloren ginge, und nicht mehr. Dadurch ermöglichen Prepaid-Voucher-Systeme einen fast vollständigen Schutz gegen Identitätsdiebstahl oder Phishing. Bei Cash-Ticket muss der Kunde eine einmalige Aktivierungsgebühr von 2 € zahlen.

Hohes Disagio für den Verkäufer

Laut Wikipedia sind zumindest für die paysafecard die Disagios unangenehm hoch: 5,5% für den Händler bei physischen Produkten und bis zu 35% für Kleinbeträge bis 5 €. Für Cash-Ticket liegen mir noch keine weitere Infos für Merchants vor. Im Gegenzug ist das Prepaid-System natürlich eine Zahlungsgarantie für den Merchant.

Hintergründe zur paysafegroup

Paysafecard hat eine eigenen Banklizenz, die E-Geld-Lizenz, und weitet sein Geschäft um sieben Länder aus. Bisher ist der Finanzdienstleister mit einem Umsatz von rund 26 Mio. Euro in 19 Staaten aktiv und schielt allein in Europa auf einen Markt mit 330 Mio. potenziellen Neukunden. Im laufenden Geschäftsjahr geht paysafecard von einem hohen zweistelligen Umsatzwachstum aus, sieht angesichts des ungewissen Umfelds jedoch von einer genauen Prognose ab (Quelle).

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3 Responses leave one →
  1. Raymond permalink
    Dezember 15, 2009

    ich habe nun auch das eine oder andere mal mit dem cash-ticket bezahlt und muss sagen:
    es geht vllt etwas bequemer (wobei es mir nicht schwer fällt es mal eben am laden um die ecke zu kaufen), aber auf keinen fall sicherer. und das was der grund, warum ich es getestet habe.
    das nun immer mehr online-stores es ins programm aufnehmen kommt mir also nur zu gute.

  2. Bernhard permalink
    Dezember 28, 2009

    Das Cash Ticket selbst hab ich noch nie ausprobiert, aber die Paysafecard.
    Aber ich hab davon gelesen, dass das Ticket von einigen Fluglinien akzeptiert wird und man so für die Buchungen keine Kreditkarte mehr braucht.

  3. Miranda permalink
    Dezember 31, 2009

    Ich nutz eigentlich am häufigsten die paysafecard, die garantiert ja dennoch für mich als Nutzer, dass es keiner Verbindungen zu Konto gibt, keine Daten sofern man nicht bestellt (auch wieder klar), aber das bedeutet schon eine gewisse Absicherung.

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